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Landtagsabgeordneter Alexander König auf Gemeindebesuch
Freistaat Bayern gibt hohe Zuschüsse für Abwassermaßnahmen
Straßenbaustelle in der Weißensteinstraße besichtigt
Provisorischen Weg in der Bodenwiese geschaffen, damit Stammbach nicht in zwei Teile geteilt ist

Insbesondere über das Thema Abwasser informierte sich der Landtagsabgeordnete Alexander König in Stammbach, wie hier im Leitstand der Kläranlage. Von links: Bürgermeister Karl Philipp Ehrler, die Marktgemeinderäte Friedrich Petzet und Rosemarie Nietert, Landtagsabgeordneter Alexander König und stellvertretender Klärwärter Klaus Engelhardt.

Mit einer Besichtigung der Kläranlage und des Abwasserpumpwerkes in Oelschnitz begann der Gemeindebesuch des Landtagsabgeordneten Alexander König, zu dem auch alle Marktgemeinderäte eingeladen waren. Schwerpunkt war das Thema Abwasser. Bürgermeister Karl Philipp Ehrler zeigte auf, dass der Markt Stammbach in den letzten Jahren erhebliche Summen in die Abwasserbeseitigung investiert hat. Seit dem Jahr 2001 sind insgesamt 2,13 Mio. € investiert worden. „ Durch die sehr hohen Zuschüsse des Freistaates von bis zu 75 % der zuwendungsfähigen Kosten und durch die zeitnahe Erhebung der Anschlussbeiträge der neu hinzugekommenen Einleiter konnte die Belastung für alle an der Kläranlage Angeschlossenen gering gehalten werden“, so Bürgermeister Ehrler.

Bürgermeister Karl Philipp Ehrler (rechts) und Klärwärter Klaus Engelhardt erklärten dem Landtagsabgeordneten Alexander König im unterirdischen Pumpwerk Oelschnitz die Funktionsweise der Abwasseranlage. Mittels Druckluft wird das gesammelte Abwasser aus Querenbach und Oelschnitz über eine Pumpleitung bis in das Gebiet am Bahnhof transportiert.Von dort fließt es der Kläranlage im Ortskanal zu.

Abgeordneter König machte deutlich, dass es in vielen anderen Bundesländern gar keine Zuschüsse für Abwasserprojekte gebe und der Freistaat durch die hohen Zuwendungen gerade den ländlichen Raum stärken wolle, wo der Bau von Abwasserentsorgungsanlagen durch die größeren Entfernungen der Anschlüsse von Haus aus teuerer komme als in der Stadt. „Wir fördern jetzt auch Hauskläranlagen mit Zuschüssen. Es gibt eben auch Bereiche, wo man keinen Kanal hinbauen kann, wir aber trotzdem helfen wollen“, so der Abgeordnete. König zollte den Bemühungen des Marktes, die Vorschriften im Abwasserbereich und die damit verbundenen Investitionen umzusetzen Anerkennung. „Die Stammbacher haben vieles angepackt und große Projekte gestemmt. Ich denke an die Sanierung der Schule, die Dorferneuerungen, die Abwasserprojekte und jetzt verstärkt die Investitionen in der Städtebauföderung“, so der Abgeordnete, der darauf aufmerksam machte, dass dies seiner Meinung nach nur möglich sei, weil man in Stammbach seine finanziellen Hausaufgaben gemacht habe.

Kein Durchkommen gibt es derzeit in der Weißensteinstraße, wo die Vorarbeiten für den Neubau der Kreisstraße begonnen haben. Für die Stammbacher wurde in der Bodenwiese eine provisorische Ausweichstrecke geschaffen, damit der innerörtliche Verkehr auch in den jeweils anderen Teil von Stammbach kommt.

Auch von der derzeit angelaufen Baustelle im Bereich der Weißensteinstraße, wo der Landkreis Hof die Kreisstraße neu bauen will, verschaffte sich der Abgeordnete bei einer Besichtigung einen aktuellen Eindruck. Bürgermeister Ehrler schilderte hierbei die Probleme, die für die Stammbacher Bevölkerung damit verbunden sind. „Wir haben im Vorfeld bei Gesprächen mit der Landkreisbauverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass es zu großen Problemen vor allem für die Anwohner am Weißensteinblick und in der Siedlung kommen wird, die vom Rest des Ortes komplett getrennt wären, wenn wir keine Umfahrungsmöglichkeit anbieten können. Auch auf den weiterhin nötigen Busverkehr für die Schüler und Busbenutzer nach Gefrees und Münchberg haben wir hingewiesen. Hier stießen wir zunächst auf wenig Verständnis. Wenn es nicht ginge, dann fahre eben wie bei vielen anderen Baumaßnahmen kein Bus mehr, war eine der ersten Aussagen der Kreisbauverwaltung. Durch hartnäckiges Nachhaken ist es uns aber gelungen zusammen mit der Polizeiinspektion Münchberg und dem Landkreis Hof Lösungen zu finden. Der Busverkehr und die Landwirtschaft fahren nun über den Senftenhofer Weg. Damit die Bürgerinnen und Bürger z. B. für die Fahrt zum Kindergarten, zum Arzt oder zum Einkauf in Stammbach nicht kilometerlange Umwege fahren müssen, haben wir den Fußweg in der Bodenwiese verbreitert und zum provisorischen Weg ausgebaut. Dieser stellt die kürzeste Verbindung zwischen Siedlung und dem Ortskern her, damit Stammbach während der Baumaßnahme nicht in zwei Teile geteilt ist. Durchgangsverkehr wie auf einer Kreisstraße ist da aber völlig unmöglich und auch als Schutz für die dort wohnenden Anlieger und den Kindergarten im Wiesenweg unbedingt zu vermeiden. Wir haben das Möglichste getan, um für die Bürger die Folgen der Baumaßnahme abzumildern und arbeiten laufend an weiteren Verbesserungen im Detail. Leider mussten wir die provisorischen Wege für unsere Bürgerinnen und Bürger zum großen Teil auf Kosten der Gemeinde herstellen“, erläuterte der Bürgermeister den derzeitigen Stand.

So soll die neue Brunnenanlage aussehen, die im Zuge der Straßenbaumaßnahme in der Weißensteinstraße im Bereich der ehemaligen Engstelle entsteht. Mit Fördergeldern der Städtebauförderung und Mitteln der Marktgemeinde Stammbach wird an der vormals problematischen Stelle ein Brunnen mit Sitzgelegenheiten entstehen. Diese Anlage wird zum Verweilen einladen und als innerörtlicher Blickfang den ehemals sehr tristen Bereich erheblich aufwerten.

Ehrler zeigte auch die Pläne, die heuer zusammen mit dem Kreisstraßenbau umgesetzt werden. So werden bei der Engstelle in der Weißensteinstraße eine attraktive Anlage mit Brunnen, dahinter ein neuer innerörtlicher Bauplatz und ein neuer Fußweg ins Baugebiet Weißensteinblick entstehen. Auch der Galgenbergweg soll in diesem Zuge ausgebaut und asphaltiert werden. Im Vorgriff dieser Projekte müssen die Gemeindewerke derzeit die über 70 Jahre alte Wasserleitung auswechseln und ein Stück Regenwasserkanal bauen. Mit vielen neuen Informationen ausgestattet beendete der Abgeordnete König seinen Gemeindebesuch und wünschte der Marktgemeinde weiterhin eine gute Entwicklung.



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